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Frank Kuschel beginnt den Bürgermeisterwahlkampf
in Arnstadt
Noch knapp drei Monate, dann wird in Arnstadt
ein neuer Bürgermeister gewählt. Von den derzeit fünf
Kandidaten ist Frank Kuschel (Linke) der erste, der mit Informationen
zu seinem Wahlkampf an die Öffentlichkeit tritt. In einem
Pressegespräch sagte Kuschel selbstbewusst: "Ich rechne
mir Chancen aus, im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt
zu werden".
Arnstadt.Als größten Konkurrenten sieht er Georg Bräutigam
(Pro Arnstadt). Der könne am ehesten noch vom Amtsbonus des
aus Altersgründen nicht mehr antretenden Bürgermeister
Hans-Christian Köllmer (Pro A) profitieren.
Grundsätzlich hat Kuschel vor, zwar deutlich zu machen, dass
er der konsequenteste Gegenentwurf zum "System Köllmer"
sei. "In erster Linie mache ich aber Wahlkampf für mein
Angebot", so der Linke-Politiker. Das beinhalte Ideen für
die Innenstadtgestaltung und das Verkehrskonzept ebenso wie für
die Einbindung der Ortsteile. Mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung
hat er sich auf die Fahnen geschrieben.
Mit Informationsständen im Februar will Frank Kuschel seinen
Wahlkampf eröffnen, den er mit einem mobilen Wahlbüro
auch in die Ortsteile und über das soziale Netzwerk Facebook
auch in die virtuelle Welt ausdehnen möchte.
Ihm komme es auf den Dialog an, mit den Bürgerinnen und Bürgern,
mit Unternehmen und auch mit den anderen im Stadtrat vertretenen
Parteien und Wählervereinigungen an.
"Kuschel kann, Kuschel macht" das Motto steht über
dem Wahlkampf des Mannes, der seit 2003 in Arnstadt lebt. Es soll
darauf hindeuten, dass der Politiker in Sachen Kommunalpolitik
ein gestandener Mann ist. Kuschel setzt sich seit Jahren für
gerechte Kommmunalabgaben ein, als Stadtrat sitzt er auch im Aufsichtsrat
der Wohnungsbaugesellschaft.
Thüringer Allgemeine vom 26.01.2012
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| DIE LINKE. Arnstadt
wählt Vorstand neu
Am kommenden Samstag trifft sich der Stadtverband
der Arnstädter LINKEN zu seiner Gesamtmitgliederversammlung,
um turnusmäßig seinen Vorstand neu zu wählen.
Neben der Vorstandswahl stehen erste Überlegungen
des Bürgermeisterkandidaten Frank Kuschel zum bevorstehenden
Kommunalwahlkampf sowie eine Debatte über die Veränderung
der Struktur des Verbandes auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung.
"Letzteres ist ein Ergebnis des Beschlusses
der Mitgliederversammlung im Januar 2010: der Vorstand hatte den
Auftrag, strategische Überlegungen zur Struktur des Stadtverbandes
zu entwickeln. Dabei kamen wir auch an der demografischen Entwicklung
unseres Verbandes - der Altersstruktur und unseren Mitgliederzahlen
- nicht vorbei und meinen, eine Lösung gefunden zu haben,
die uns ein effektives und auch basisdemokratisches Arbeiten ermöglicht.",
so Sabine Berninger, die sich am 19. November ihren GenossInnen
zum vierten Mal als Vorsitzende zur Wahl stellt.
Einen entsprechenden Beschlussantrag - der anstelle der bisherigen
Basisorganisationen wohnortbezogene Informations- und Vernetzungsstrukturen
und quartalsweise thematische Mitgliederversammlungen beinhaltet
- legt der scheidende Vorstand der Mitgliederversammlung am Sonnabend
vor.
Ebenso wie Berninger kandidieren bis auf eine Ausnahme (Rosedore
Kutzner, die für Steffen Dittes im Sommer in den Stadtrat
nachgerückt ist) auch die weiteren Mitglieder des bisherigen
Stadtvorstandes (Rolf Büttner, Jens Christoph, Klaus Häßner,
Enrico Brühl) erneut für den Vorstand. "Ich würde
mich freuen, weiterhin mit diesem Team und in neger Zusammenarbeit
mit der Stadtratsfraktion Politik für Arnstadt machen zu
dürfen. Aber auch darüber, neue MitstreiterInnen im
Vorstand zu haben. Und bei Rosi Kutzner kann ich mich im Namen
des Stadtverbandes nur ganz herzlich bedanken - für ihr Engagement
im Vorstand, aber auch dafür, dass sie jetzt wieder in der
Stadtratsfraktion für die Arnstädterinnen und Arnstädter
aktiv ist."
Die Gesamtmitgliederversammlung findet am Samstag,
dem 19. November 2011, ab 09.30 Uhr, in der Gaststätte "An
der Wiesendiele", Lohmühlenweg 37 in Arnstadt statt.
Interessierte sind herzlich eingeladen.
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| DIE LINKE. Arnstadt
unterstützt Protesttag der Kommunen am 8. November
Am 8. November bleibt das Rathaus geschlossen,
die Arnstädter Stadtverwaltung folgt damit dem Aufruf des
Thüringer Gemeinde- und Städtebundes, gegen die durch
die Landesregierung beabsichtigte kommunale Finanznot zu protestieren.
"Es wäre mehr als ein bloßer symbolischer Akt
gewesen, wenn sich an diesem Protesttag der Stadtrat mit der Finanzlage
der Stadt öffentlich beschäftigt hätte, wie es
unsere Stadtratsfraktion beantragt hatte", so Sabine Berninger,
Stadtratsmitglied und Stadtvorsitzende der LINKEN.
Die Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat Arnstadt werde
nun eben stellvertretend für den Stadtrat den Protest begleiten.
"Und wir sind froh über die Unterstützung der LINKE-Landtagsfraktion,
die mit ihrer Kommunen-in-Not-Städtetour am Dienstagnachmittag
auch vor dem Arnstädter Rathaus Station machen wird und,
symbolisch, ein Care-Paket für (finanz-) notleidende Kommunen
im Gepäck haben wird.", freut sie sich auf diese Aktion.
"Denn mit den von der Ministerpräsidentin am Wochenende
in Aussicht gestellten zusätzlichen Zuweisungen an die Kommunen
von rund 30 Millionen Euro sollen die Gemeinden und Städte
vom Kuchen nur das Stück erhalten, das beim Verteilen übrig
geblieben ist.", so Bürgermeisterkandidat und Stadtratsfraktionsvorsitzender
Frank Kuschel. "Diese Ankündigung ist bloß ein
durchsichtiges Manöver, um den Unmut der Kommunalpolitiker
in den eigenen Reihen zu befrieden. Den Kommunalen Finanzausgleich
lediglich nach Kassenlage festzulegen, missachtet die Vorgaben
des Landesverfassungsgerichtes. Danach müssen die Kommunen
die Mittel erhalten, die sie für die Erfüllung der Aufgaben
benötigen. Und nach Berechnungen der kommunalen Spitzenverbände
fehlen im Kommunalen Finanzausgleich 2012 rund 250 Millionen Euro."
Stadtvorsitzende Sabine Berninger lädt "interessierte
ArnstädterInnen herzlich ein, am Dienstag zwischen 14:30
und 15:30 Uhr DIE LINKE. vor dem Arnstädter Rathaus zu besuchen
und sich über die Pläne der CDU-SPD-Landesregierung
zu informieren. Und natürlich sind auch die VertreterInnen
der anderen Stadtratsfraktionen eingeladen, zu kommen und sich
- wenn schon nicht in einer Stadtratssitzung, dann wenigstens
so - als StadträtInnen erkennbar mit dem berechtigten Protest
der Kommunen zu solidarisieren!"
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| Am Tag des Offenen
Denkmals der Opfer des Faschismus gedenken
Am zweiten Sonntag im September - dem Internationalen
Gedenktag für die Opfer des Faschismus - gedenken traditionell
die Mitglieder der Partei DIE LINKE Arnstadt gemeinsam mit Interessierten
am Ehrenhain auf dem Arnstädter Friedhof der Opfer des faschistischen
Terrors.
"Der Ehrenhain auf dem Arnstädter Friedhof ist eines
der wichtigen Denk- bzw. Mahnmale in Arnstadt. Wir wollen hier
- stellvertretend für alle Opfer - der Arnstädter gedenken,
die zwischen 1933 und 45 dem Faschismus zum Opfer fielen.",
so Frank Kuschel, Bürgermeisterkandidat der Arnstädter
LINKEN, der als Redner bei der Gedenkveranstaltung sprechen wird.
Der Stadtvorstand DIE LINKE in Arnstadt lädt
alle Arnstädterinnen und Arnstädter sehr herzlich ein,
den diesjährigen Tag des Offenen Denkmals am 11. September
2011, um 10 Uhr mit einem Gedenken an die Opfer des Faschismus
zu beginnen.
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| DIE LINKE. Arnstadt beim Arnstädter
Stadtfest
"Das Angebot der Stadtmarketing Arnstadt
an die Anlieger und Anliegerinnen der Zimmerstraße, sich
mit einem eigenen Angebot am diesjährigen Stadtfest zu beteiligen,
hat DIE LINKE. gerne angenommen.
Unser Angebot - das Stadt.Gespräch: In einer gemütlichen
Sitzecke vor der Zimmerstraße 6 wollen wir (am Samstag zwischen
10.00 und 20.00 Uhr und Sonntag zwischen 10.00 und 16.00 Uhr)
mit den Gästen des Stadtfestes zu kommunalpolitischen Themen
ins Gespräch kommen."
Am Samstag zwischen 13 und 16 Uhr und Sonntag
von 10 bis 12 Uhr besteht die Gelegenheit, dem Bürgermeisterkandidaten
Frank Kuschel auf den Zahn zu fühlen.
Außerdem veranstaltet DIE LINKE. ein
Arnstadt.Quiz mit Fragen zu Arnstadts Historie und Gegenwart und
aktuellen kommunalpolitischen Themen und Kuriositäten.
Als Preise winken 2 Karten für die
Vorstellung des Berliner Kabaretts SÜNDIKAT am 23.09.2011
im Arnstädter Theater, 2 Kinder-Jahreskarten für den
Arnstädter Tierpark, 1 Familienkarte für 2 Erw. u. 2
Kinder für das Arnstädter Sport- und Freizeitbad. Und
unter den TeilnehmerInnen mit den meisten richtigen Antworten
verlost DIE LINKE 2 Karten für "Genieße ma(h)l
Arnstadt - ein kulinarischer Rundgang" am 14. Oktober 2011.
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Interkulturelle Woche
2011 - städtische Aktivitäten auf Stadtratsbeschluss
Erfreut nahm Stadträtin Sabine Berninger (DIE
LINKE.) zur heutigen Zusammenkunft zur Vorbereitung städtischer
Beiträge zur Interkulturellen Woche Ende September zur Kenntnis,
dass alle Stadtratsfraktionen teilgenommen hatten.
Die Zusammenkunft war während der jüngsten Stadtratssitzung
kurzfristig mit den Stadtratsfraktionen vereinbart worden, nachdem
der Stadtrat mehrheitlich dem Antrag der Fraktion DIE LINKE. zugestimmt
hatte, die Stadt Arnstadt solle sich mit eigenen Beiträgen
an der vom Ilm-Kreis veranstalteten interkulturellen Woche 2011
beteiligen.
Berninger selbst hatte für DIE LINKE verschiedene Vorschläge
gemacht, darunter den einer Luftballon-Postkartenaktion: Auf Postkarten,
die während der Veranstaltungen der Interkulturellen Woche
verteilt werden könnten, sollte ein Auszug aus der "Arnstädter
Erklärung" abgedruckt und unter dem Motto "Johann
Sebastian Bach war hier. Alfred Ley war hier. Ludwig Bechstein war
hier. Otto Knöpfer war hier.
Wann kommen Sie nach Arnstadt?"
Menschen zu einem Besuch in der Kreisstadt eingeladen werden.
"Eine Aktion, die auch trotz der Kurzfristigkeit machbar gewesen
wäre und nicht die finanziellen Mittel der Stadt gesprengt
hätte.", ist Berninger überzeugt. "Schließlich
wären dazu lediglich eine Anzahl Karten (die hätten von
einer ansässigen Druckerei gedruckt werden können), Luftballons
und ein wenig Helium nötig. Die Stadt würde Gesicht zeigen
und mit dem gemeinsamen Fliegen lassen der Ballons hätte man
die VeranstaltungsteilnehmerInnen der Interkulturellen Woche einbeziehen
können. Und ganz nebenbei wäre es auch noch eine werbewirksame
Aktion für unsere Stadt gewesen."
Ein anderer Vorschlag der LINKEN jedoch, die Auslobung eines Fotowettbewerbes
für Kinder und Jugendliche, wurde von den Anwesenden befürwortet.
Motto des Wettbewerbes soll das der Interkulturellen Woche 2011
"Zusammenhalten - Zukunft gewinnen" sein, ergänzt
um einen Auszug aus der vom Stadtrat im Oktober 2009 verabschiedeten
Arnstädter Erklärung.
Außerdem wird auf der Homepage der Stadt für die Interkulturelle
Woche geworben werden.
Ebenso soll es auf Anregung aus der SPD einen Unternehmensrundgang
des Bürgermeisters geben zu Arnstädter Unternehmen, die
von aus anderen Ländern stammenden Menschen betrieben werden.
"Aufgabe der Verantwortlichen in Arnstadt ist es, für
ein Klima der Weltoffenheit und Freundlichkeit zu sorgen und durch
solche Aktionen die Arnstädter Erklärung auch tatsächlich
umzusetzen, das ist bisher so nicht passiert und schien auch nicht
absehbar. Von daher ist das Ergebnis der heutigen Beratung angesichts
der Kurzfristigkeit zwischen dem Beschluss und der IKW doch überraschend.",
so Berninger.
"Aber natürlich hätte ich mir doch ein wenig mehr
Engagement und weniger Ausflüchte gewünscht. Aber was
dieses Jahr nicht ist, kann ja nächstes Jahr werden."
Die interkulturelle Woche 2011 findet im Zeitraum 26. September
bis 2. Oktober 2011 statt. Das Programm ist online auf www.ilm-kreis.de
(Aktuelles / Veranstaltungskalender) zu finden, weitere Informationen:
www.ekd.de/interkulturellewoche. |
| Bürgerinnen
und Bürger haben Anspruch auf umfassende Informationen
DIE LINKE aus den Ortsverbänden Arnstadt,
Ichtershausen und Wachsenburggemeinde begrüßt es ausdrücklich,
dass die Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit
geplanten Gemeindefusionen im nördlichen Ilm-Kreis befragt
werden sollen. Dieses Instrument der direkten Bürgerbeteiligung
ist ein hohes Gut. Umso bedeutsamer ist es daher, dass bei der
geplanten Bürgerbefragung die Bürgerinnen und Bürger
umfassend informiert werden. Es erscheint problematisch, wenn
bei der Befragung nur eine Antwortoption Ja oder Nein
ermöglicht werden soll. Vielmehr ist anzuraten, dass den
Bürgerinnen und Bürger mehrere Varianten derGemeindeneugliederung
zur Befragung vorgelegt werden.
Für die künftigenkommunalen Verwaltungsstrukturen
im nördlichen Ilm-Kreis gibt es verschiedene Modelle. Die
kommunalen Akteure aus den beteiligten Städten und Gemeinden
sind aufgefordert, den Bürgerinnen und Bürgern zu den
einzelnen Modellen die Vor- und eventuelle Nachteile sachlich
offen zu legen. DIE LINKE wird hierzu im Stadtrat Arnstadt und
den Gemeinderäten Ichtershausen und Wachsenburggemeinde entsprechende
Anträge stellen.
Ziel möglicher Gemeindeneuordnungen muss
eine Stärkung der gesamten Region und Erschließung
neuer Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung sein.
Zudem geht es um die Stärkung der Leistungsfähigkeit
der Kommunalverwaltung und eine noch stärkere Bürgerorientierung.
Die kulturelle Identität der Ortschaften gilt es zu erhalten.
Die gegenwärtigen Diskussionen werden dadurch
erschwert, dass die Landesregierung bisher noch kein Leitbild
für die künftige Gestaltung der Landes- und Kommunalbehörden
entwickelt und veröffentlicht hat. Dadurch besteht die Gefahr,
dass kommunale Entscheidungen, die auch die Unterstützung
durch eine Mehrheit der Bevölkerung haben, durch das Land
nicht bestätigt werden. Die weitere Beschädigung der
Demokratie wäre die Folge.
DIE LINKE im Stadtrat Arnstadt und in den Gemeinderäten
Ichtershausen und Wachsenburggemeinde wird sich im weiteren Diskussions-
und Entscheidungsprozess regelmäßig abstimmen und hierzu
weitere Treffen durchführen, informierten am 23.08.2011 Martina
Renner (Wachsenburggemeinde), Frank Kuschel (Arnstadt), Günter
Stecklum (Ichtershausen).
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Frank Kuschel neuer Vorsitzender der Fraktion
DIE LINKE. im Stadtrat Arnstadt.
Die Stadtratsfraktion der Arnstädter LINKEN geht
mit einem neuen Fraktionsvorsitzenden in die Sommerpause. Am Montag
– einen Monat nach seiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten
– wählten die StadträtInnen der Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat
Arnstadt Frank Kuschel auf Vorschlag des Stadtvorstandes einstimmig
zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden.
Frank Kuschel wird nun die Nachfolge für den im Juni ausgeschiedenen
Steffen Dittes im Hauptausschuss der Stadt antreten, aber weiterhin
Mitglied im Finanzausschuss der Stadt bleiben. Das sei ihm, gerade
in der jetzigen finanziellen Situation der Stadt, die erst seit
Juni einen beschlossenen Haushalt vorweisen kann, sehr wichtig,
so der frischgebackene Fraktionsvorsitzende während der Fraktionssitzung
am Montag. Die Arbeit für den Haushaltsplan 2012 beginne nicht
erst, wenn die Verwaltung irgendwann im Herbst einen Entwurf vorlege:
„An der LINKEN wird es, genau wie 2011, auch im nächsten Jahr
nicht liegen, wenn der nächste Haushaltplan möglicherweise wiederum
verspätet eingebracht und beschlossen werden sollte. Unser Ziel
ist es, den Haushalt innerhalb der durch die Thüringer Kommunalordnung
vorgesehenen gesetzlichen Frist zu verabschieden.“
Die Stadtratsfraktion verabredete außerdem in ihrer letzten Sitzung
vor der Sommerpause weitere Themenschwerpunkte für das zweite
Halbjahr 2011. Darunter die Arbeit an einem Energiekonzept für
Arnstadt, das innerstädtische Verkehrskonzept und eine Änderung
der Hauptsatzung der Stadt mit dem Ziel, den Ortschaftsräten
in den Stadtteilen mehr Entscheidungskompetenzen einzuräumen.
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| Fußballwette der besonderen
- sozialen - Art: LINKE.-Abgeordnete spenden 1 Euro pro Tor bei
der Frauenfußball-Weltmeisterschaft
Angeregt durch eine Initiative der gleichstellungspolitischen
Sprecherin der Landtagsfraktion, Karola Stange, und des sportpolitischen
Sprechers, Knut Korschewsky, die angekündigt haben, während
des FIFA Womans World Cup 2011 für jedes deutsche Tor 20 Euro
an Frauenprojekte und Frauenfußballvereine zu spenden, starten
auch die Arnstädter Bundestags- und Landtagsabgeordneten der
LINKEN eine Weltmeisterschafts-Wette.
„Wir werden für jedes beim FIFA Womans World
Cup 2011 geschossene Tor einen Euro spenden.“, so Jens Petermann,
MdB, Mitglied des Sportausschusses im Deutschen Bundestag. „Aber
wir wollen unsere ‚Torprämien’ in Arnstadt belassen und mit
der gesamten Summe das Frauen- und Familienzentrum in Arnstadt
unterstützen.“, ergänzt Frank Kuschel, Landtagsabgeordneter
und Stadtrat in Arnstadt.
„Wie viel Geld dabei zusammenkommt, das wird
eine hoffentlich torreiche, spannende und faire WM erst am Finaltag
zeigen. Bei der WM 2007 wurden insgesamt 111 Tore geschossen,
eine Analyse der Turniere von 1991 bis 2007 durch den Mathematiker
der International School of Management (ISM), Dr. Giezek, ergab,
dass in den Vorrundenspielen und den Finalspielen im Durchschnitt
fast vier Tore pro Spiel geschossen wurden.“, so die PolitikerInnen.
„Eine Konkurrenzwette zu der von Karola Stange
und Knut Korschewsky gestarteten Initiative ‚Freistoß für
soziale Projekte’ soll dies natürlich nicht sein“, so Sabine
Berninger abschließend. Auch aus dem Ilm-Kreis können sich TrägerInnen
von Frauenprojekten mit einer kurzen Projektvorstellung und der
Angabe des Verwendungszwecks bewerben (Bewerbungen bitte an: karola.stange.wkb@t-online.de
oder Karola Stange, Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag,
Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt).
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| DIE LINKE. nominiert Frank Kuschel
zum Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Arnstadt
Für die im Sommer 2012 stattfindende Wahl zum
Bürgermeister der Stadt Arnstadt nominierte der Stadtverband
der Partei DIE LINKE am 18. Juni 2011 Frank
Kuschel. Frank Kuschel ist seit 2004 Abgeordneter im Thüringer
Landtag und vertritt ebenfalls seit 2004 DIE LINKE mit im Stadtrat.
Er gilt als ausgewiesener Kommunalexperte und hat sich vor allem
einen Namen mit der politischen und fachlichen Unterstützung
von Bürgerinitiativen gegen sozial ungerechte Kommunalabgaben
gemacht.
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| Kuschel bereit für Kampf um
Arnstädter Bürgermeisteramt
Am Ende stand ein respektables Ergebnis. Nur vier
der 30 anwesenden Mitglieder des Arnstädter Ortsvereins der Linke
votierten in der geheimen Abstimmung mit Nein. Frank Kuschel kann
in den Wahlkampf um das Rote Rathaus in Arnstadt im kommenden
Jahr in der Gewissheit ziehen, dass eine breite Mehrheit der Parteibasis
hinter ihm steht.
Arnstadt. Die Probleme, die er dabei dennoch haben wird, thematisierte
Kuschel selbst in seiner Kandidatenvorstellung. Er ist, das hat
er selbst schon frühzeitig freiwillig offen gelegt, zu DDR-Zeiten
für die Stasi tätig gewesen. Seine Akte samt Verpflichtungserklärung
ist praktisch öffentlich, man kann sie in der Landtagsfraktion
in Erfurt einsehen. Was darin steht, biete keinen Anhaltspunkt,
Kuschels jetzige Kandidatur für das Bürgermeisteramt nicht zu
unterstützen, versicherte Steffen Dittes, der scheidende Fraktionschef
im Stadtrat. Und Kuschel sieht nach eigener Aussage in seiner
Kandidatur auch die Chance, "über solche Verstrickungen
neu zu diskutieren".
Die Mehrheit teilte offenbar diese Meinung. Nur einer der älteren
Genossen gab zu bedenken, dass Kuschel eben wegen dieser Tatsache
bei der großen Masse nicht wählbar sein könnte: "Vielleicht
finden wir ja doch noch einen anderen Kandidaten." Doch dieser
Gedanke wurde nicht weiter verfolgt. Ebenso wie die Möglichkeit,
einen Bewerber vielleicht gar nicht in den eigenen Reihen zu suchen,
sondern sich mit anderen gesellschaftlichen Kräften auf einen
über Parteigrenzen hinaus konsensfähigen Kandidaten zu einigen.
Gespräche dazu habe es zum Beispiel mit der SPD durchaus gegeben,
sagen Parteimitglieder hinter vorgehaltener Hand. Aber nur von
Leuten, die in beiden Parteien nichts zu sagen haben.
So lief es schon frühzeitig auf eine Kandidatur von Frank Kuschel
hinaus. So wie schon bei der vergangenen Wahl, als der Stadtvorstand
ebenfalls ihn vorgeschlagen hatte aber damals von der Basis überstimmt
wurde, die dann Gerhard Pein zum Kandidaten kürte. Diesmal gab
es keinen, der gegen Kuschel antreten wollte, den "Kampf-Piranha",
wie ihn sein ehemaliger Konkurrent Gerhard Pein am Samstag nannte.
Das war durchaus positiv gemeint. Denn unbestritten ist, dass
kaum jemand auch außerhalb der Linken über so viel kommunalen
Sachverstand und Angriffslust verfügt wie dieser Landtagsabgeordnete.
Und Kuschel kann gerade auf dem Feld der ungeliebten Kommunalabgaben
nicht nur auf zahlreiche Kämpfe, sondern auch Erfolge verweisen.
Er ist ein rastloser Arbeiter, der sich im Gegensatz zu manch
anderem Kollegen im Landtag seine Diäten tatsächlich verdient.
Das aber ist ein weiteres Problem des Bürgermeisterkandidaten
Kuschel: Er tanzt auf zu vielen Hochzeiten. Zumindest seine Wahlkreisarbeit
in Bad Salzungen will er nun ab Juli zurück schrauben, zu Gunsten
des Engagements in Arnstadt.
Das hat aber bisher auch so gereicht, um Ausschuss- oder Stadtratssitzungen
mit Anträgen und Reden zu dominieren. So verließ Kuschel in
der vergangenen Woche vorzeitig eine Landtagssitzung, nur um im
Arnstädter Finanzausschuss die Änderungsanträge seiner Fraktion
zum Haushalt vorzustellen und zu begründen. Sie stammen überwiegend
von ihm selbst. Und es sind bisher auch die einzigen, die überhaupt
zum Haushalt eingegangen sind.
Allerdings hat sich der fleißige Arbeiter und brillante Analytiker
noch nie als Taktiker und Moderator hervor getan. Im Gegenteil:
Selbst in der eigenen Partei ist er wegen seines Hangs, die Konfrontation
zu suchen, nicht unumstritten.
Frank Kuschel ist ein angriffslustiger Politiker, der selbst reichlich
Angriffsflächen bietet. Manchmal reicht das, um Bürgermeister
zu werden.
Thüringer Allgemeine vom 20.06.2011
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| "Brot und Rosen, Gerechtigkeit,
Würde und Selbstbestimmung“ - in diesem Jahr jährt sich zum
100. Mal der Internationale Frauentag.
Seit 100 Jahren zeigen und erleben Frauen am Internationalen
Frauentag, dem 8. März: Wir kämpfen gemeinsam auf der ganzen
Welt für unsere Rechte und ein selbstbestimmtes Leben in Würde.
Begonnen hat alles mit Streiks für bessere Arbeitsbedingungen,
dem Kampf gegen den Krieg und dem Anspruch auf das Frauenwahlrecht.
Das Wahlrecht und mehr Freiheiten in Politik und Lebensführung
sind in Europa erreicht, hier und weltweit sind jedoch viele andere
Forderungen seit 100 Jahren offen, so die straffreie Abtreibung
und Selbstbestimmung über den weiblichen Körper, gleicher Lohn
für gleichwertige Arbeit, Frieden – und immer und überall:
Gleichheit!
Im Kampf um das Frauenwahlrecht initiierte Clara
Zetkin auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz
am 27. August 1910 in Kopenhagen zusammen mit Käte Duncker die
Einführung eines internationalen Frauentages.
Inspiriert von US-amerikanischen Feministinnen, einen Kampftag
für das Frauenstimmrecht einzuführen, beschlossen die Frauen
einen jährlichen Frauentag, der zunächst das Frauenwahlrecht
einforderte.
DIE LINKE. sieht sich in der Tradition der weltweiten
Frauenbewegung und solch großer Frauen, wie Clara Zetkin, Rosa
Luxemburg, Alexandra Kollontai, Dolores Ibarruri, Angela Davis
oder Leila Zana. Wir erstreben jetzt und in Zukunft eine Gesellschaft,
in der es nicht von Nachteil ist, als Mädchen geboren zu werden,
in der alle Geschlechter gleich sind in ihren Rechten und Chancen,
in der Respekt und Solidarität die Beziehungen der Menschen prägen.
100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag
haben Frauen viel erreicht: Wahlrecht, Schulbildung, Studien-
und Berufswahl sind nicht mehr mit Verbotsschildern umstellt.
Trotzdem bleiben auch heute entscheidende Forderungen der Frauenbewegungen
uneingelöst.
„Der 8. März wird so lange nicht an Bedeutung verlieren, so
lange Diskriminierung, Missachtung und Unterdrückung von Menschen
aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Geschlechteridentität, ihres
Alters, ihrer Religion, ihrer sozialen, regionalen oder ethnischen
Herkunft und Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Kriegen, zu Hause,
am Arbeitsplatz alltäglich sind. So lange ist der Internationale
Frauentag kein ‚Feiertag’ im Wortsinne, sondern ein Tag der
Anerkennung des Kampfes und der Leistung von Frauen, die sich
trotz der herrschenden Verhältnisse immer wieder auf’s Neue
behaupten.“, so Sabine Berninger, Vorsitzende DIE LINKE. Arnstadt.
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| Informationsschreiben
zum Thema Abwassergebühren nicht von der Bürgerallianz
„Das am vergangenen Wochenende mit einem Teil
der kostenlosen Anzeigenblätter in den Briefkästen der Arnstädter
Bevölkerung zugestellte ‚Informationsschreiben’ einer Erfurter
Anwaltskanzlei bzgl. sorgte bereits am Montag für zahlreiche
Anrufe besorgter BürgerInnen in meinem Wahlkreisbüro. Meines
Wissens hat die Bürgerallianz Thüringen e.V., die sich seit
Jahren gegen überhöhte Kommunalabgaben engagiert, mit diesem
Schreiben nichts zu tun. Meines Erachtens versucht hier eine Rechtsanwaltskanzlei,
unter dem Deckmantel des Engagements für sozial gerechte Kommunalabgaben
MandantInnen zu gewinnen.“, kritisiert Sabine Berninger das
Vorgehen der Kanzlei.
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| Eines Bürgermeisters unwürdig
"DIE LINKE ist nun nicht verdächtig,
die Finanzpolitik der CDU und SPD Regierung Thüringens zu
verteidigen. Eine berechtigte Kritik an der Finanzausstattung
der Kommunen kann durchaus auch einmal spektakulär und populistisch
öffentlich präsentiert werden, aber die Steckbriefaktion
kann nur Kopfschütteln hervorrufen und ist eines Bürgermeisters
unwürdig. Zumal, wenn mit Begriffen wie Öffentliche
Bekanntmachung' oder der Verwendung des Stadtwappens der Eindruck
entsteht, es handele sich um einen hoheitlichen Akt.", kommentiert
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE, Steffen Dittes, die Plakatierungsaktion
des Arnstädter Bürgermeisters.
DIE LINKE fordert den Bürgermeister angesichts
der Haushaltssituation in Arnstadt auf, dem Stadtrat nun endlich
seinen Entwurf für den Haushaltsplan für das kommende
Jahr vorzulegen, damit in Arnstadt unter Beteiligung des Stadtrates
über die zu erwarteten und geplanten Einnahmen und Ausgaben
diskutiert werden kann.
"Die CDU/SPD-Koalition hat am Donnerstag
den Haushalt und den Finanzausgleich im Landtag beschlossen. Die
Zahlen der Steuerschätzung liegen auf dem Tisch, es gibt
keinen Grund, dem Stadtrat den Blick in die Bücher noch länger
zu verwehren. Die Zahlen der Verwaltung müssen auf den Tisch
und Verwaltung und Stadtrat an die Arbeit. Danach kann der Bürgermeister
auch wieder Plakate kleben, nur sollte er sich dann besser beraten
lassen, ob es nicht auch zu Recht Grenzen in der politischen Auseinandersetzung
gibt", so Dittes.
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| Innenstadt ohne LKW-Verkehr –
Arnstädter Bürgermeister zuständig
Nach Aussagen der Landesregierung kann LKW-Verkehr
aus der Innenstadt verbannt werden, wenn dies aus Sicherheits-
und Ordnungsgründen oder zur Verhütung außerordentlicher Straßenschäden
und zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen notwendig
erscheint.
„Wer den Blick auf den alltäglichen LKW-Verkehr in Arnstadt
richtet, wird unschwer erkennen, dass diese Voraussetzungen unbestritten
vorliegen. Der Arnstädter Bürgermeister ist aufgefordert, die
Möglichkeiten zur Begrenzung des LKW-Durchgangsverkehrs im Innenstadtbereich
auszuschöpfen“, fordern die Stadträte der LINKEN, Sabine Berninger
und Frank Kuschel, die in ihrer Funktion als Landtagsabgeordnete
die Landesregierung zur Zuständigkeit für derartige verkehrsorganisatorische
Maßnahmen befragt haben.
Der Arnstädter Bürgermeister hatte bisher stets die eigene Zuständigkeit
verneint und auf das Land verwiesen. Jetzt hat die Landesregierung
klargestellt, dass die Hauptverantwortung in der Sache beim Bürgermeister
liegt.
Die Stadt Arnstadt müsse demnach prüfen, inwieweit die Innenstadt
für den LKW-Durchgangsverkehr gesperrt werden kann. Hintergrund
des Streits ist die Forderung der LINKEN, den LKW-Durchgangsverkehr
aus nördlicher Richtung in der Ichtershäuserstraße über die
Zufahrt „Arnstadt Nord“ der A 71 und aus Richtung Süden über
die Stadtilmer Straße und die Anschlussstelle „Arnstadt Süd“
der A 71 um die Innenstadt herum zu leiten.
„Jetzt muss der Bürgermeister seine Blockadehaltung aufgeben
und mit den anderen zuständigen Straßenbaubehörden, dem Landratsamt,
dem Thüringer Landesverwaltungsamt und dem Thüringer Straßenbauamt
die offenen Fragen klären“, ist Frank Kuschel überzeugt.
Eine solche offene Frage ist, ob auf Grund der
Länge der Umleitungsstrecke und der Mautpflicht die Innenstadtumleitung
über die A 71 erfolgversprechend ist, die Landesregierung bezweifelt
dies. „Diese Zweifel dürfen aber keinesfalls eine Prüfung
der Möglichkeiten für die Sperrung der Arnstädter Innenstadt
für den LKW-Verkehrs von vornherein ausschließen“, so Sabine
Berninger.
Auch für die Aufstellung von Vorwegweisern mit
Umleitungsempfehlungen ist die Stadt Arnstadt selbst zuständig,
wobei auch hier mit dem Landkreis und Landesbehörden Absprachen
zu treffen sind.
Die beiden Linkspolitiker kündigten an, dass Thema auf die Tagesordnung
der nächsten Stadtratssitzung setzen zu wollen. „Eine Arnstädter
Innenstadt ohne LKW-Durchgangsverkehr würde die Attraktivität
und Wohnqualität verbessern und somit im Interesse des gesamten
Stadtrates liegen“, so Frank Kuschel abschließend.
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Mit Verhinderungstaktik verhöhnt Köllmer
die Opfer
te Torpedierung eines Stadtratsbeschlusses durch
den Arnstädter Bürgermeister.
Im April 2010 hatte der Arnstädter Stadtrat mehrheitlich folgendes
beschlossen: "Der Stadtrat spricht sich dafür aus, die Wanderausstellung
„Opfer rechter Gewalt“ im Rathaus der Stadt Arnstadt zu zeigen.
Der Bürgermeister wird aufgefordert, die erforderlichen Vorbereitungen
für die Präsentation der Ausstellung zu treffen."
Köllmer verkündete nun (Bericht in der TA vom 18.08.2010), er
werde die Ausstellung nur parallel mit einer zu "linker Gewalt"
zeigen. "Dies ist ein erneuter Beleg dafür, wie Köllmer
demokratisch gefasste Beschlüsse nach Gutdünken ad acta legt
und dabei gleichzeitig noch sein rechtskonservatives Image pflegt.",
so LINKE-Stadtvorsitzende Sabine Berninger. Der Bürgermeister
trage damit weiter zur Beschädigung des Ansehens der Stadt bei
und befördere antidemokratische Einstellungen.
Die vom Stadtrat beschlossene Ausstellung besteht aus 151 Tafeln
und porträtiert 136 Menschen, die seit der Vereinigung Deutschlands
bis Ende 2005 durch rechts motivierte Gewalttaten zu Tode kamen.
Sie positioniert sich gegen die Verdrängung und Relativierung
rechter Gewalt. Ihr zentrales Anliegen ist die Anerkennung der
Opfer und die Erinnerung an sie. „Köllmer macht nun das genaue
Gegenteil! Zu suggerieren, man müsse ein „Gegengewicht“ präsentieren,
verhöhnt die Opfer und verharmlost die Gefahren für Leib und
Leben der Menschen, die nicht in das Weltbild der extremen Rechten
passen oder sich ihrer Ideologie widersetzen. Köllmer stellt
sich damit erneut in die Nähe von Rassisten, Antidemokraten,
Rechtsextremisten.“
Berninger kündigte an, den InitiatorInnen (der Künstlerin Rebecca
Forner und dem Verein Opferperspektive e.V.) der Ausstellung von
dieser Verhinderungstaktik des Arnstädter Bürgermeisters zu
berichten.
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