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| Neuigkeiten |
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| Zum
Jahrestag der Befreiung: der Opfer des Faschismus gedenken
Zum 67. Mal jährt sich am kommenden Dienstag,
dem 8. Mai, die Befreiung vom Faschismus. Traditionell lädt
DIE LINKE. Arnstadt an diesem Tag zu Gedenkveranstaltungen an
den Gräbern der ZwangsarbeiterInnen auf dem Arnstädter
Friedhof und an der Gedenkstätte in Espenfeld ein.
Die Gedenkveranstaltung in Arnstadt beginnt
um 10 Uhr. Es spricht Jochen Traut, anschließend werden
die Anwesenden Blumen an den Gräbern niederlegen.
Die Kranzniederlegung in Espenfeld findet
im Anschluss daran, ab etwa 11 Uhr, auf dem Gelände der Gedenkstätte
des ehemaligen Außenlagers SIII des Konzentrationslagers
Buchenwald statt.
DIE LINKE. Arnstadt lädt alle Interessierten
sehr herzlich zu den Gedenkveranstaltungen ein.
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| "Ernüchternd
und enttäuschend"
Als "ernüchternd und enttäuschend"
bezeichnete Sabine Berninger in der Stadtvorstandssitzung der
Arnstädter LINKEN am Montag das Wahlergebnis ihres Bürgermeisterkandidaten
Frank Kuschel.
In der Auswertung war sich der Vorstand einig, gemeinsam mit Frank
Kuschel im Wahlkampf viele gute und inhaltlich vielfältige
Angebote gemacht zu haben. "Offenbar ist es uns aber nicht
gelungen, der Entpolitisierung der Stadtpolitik durch die anderen
Kandidaten entgegenzuwirken. Im Fazit kann aber eines positiv
festgehalten werden: dass nämlich Pro Arnstadt nicht in die
Stichwahl gekommen ist und jetzt tatsächlich die Chance auf
einen konsequenten Bruch mit dem System Köllmer' besteht."
Mit einem von der CDU getragenen Bürgermeister sieht DIE
LINKE diesen Neustart für Arnstadt jedoch nicht. "Schließlich
hat die CDU jahrelang das System und Pro Arnstadt mitgetragen."
Bereits am Montagabend hatte deshalb der Stadt vorstand der LINKEN
das Gespräch mit dem unabhängigen Kandidaten Dill gesucht.
Dieser lehnte eine Unterstützung durch DIE LINKE. oder andere
Parteien jedoch ab. "Das nehmen wir zu Kenntnis und akzeptieren
es natürlich, aber wir bedauern es ausdrücklich und
ich persönlich halte es für eine falsche und äußerst
naive Herangehensweise.", so Berninger.
Damit auf der Ebene des Landkreises und im Landratsamt des Ilm-Kreises
ein Neustart möglich ist, ruft DIE LINKE. die Arnstädterinnen
und Arnstädter zur Wahl von Petra Enders auf, "weil
Petra für eine moderne und nachhaltige Politik steht und
die Menschen im Ilm-Kreis in die Gestaltung von Kommunalpolitik
einbeziehen wird."
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| LINKE.
beteiligt sich am Frühjahrsputz in Arnstadt
Nachdem die Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat Arnstadt
im März den Antrag "Frühjahrsputz - Arnstadt blüht
auf" eingebracht hatte, wird sie sich am 28. April an der
ausgerufenen Aktion selbstverständlich beteiligen.
"Und wir greifen dabei eine Anregung
auf, die uns im Wahlkampf von vielen BewohnerInnen des Rabenhold
ans Herz gelegt wurde: die Hohle zum Rabenhold.", so Frank
Kuschel, Vorsitzender der Stadtratsfraktion.
"Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner,
Vereine, Verbände, Einrichtungen und Unternehmen engagieren
sich bereits seit Jahren bei der Säuberung und Gestaltung
von Gehwegen, Parkflächen und Grünanlagen. Durch die
Aktion Frühjahrsputz' sollen die individuellen Aktionen
gewürdigt, koordiniert und weitere Beteiligte gewonnen werden.
Durch die Aktion "Frühjahrsputz" wird das bürgerschaftliche
Engagement befördert und die Identifikation mit der Stadt
gestärkt.", begründen Kuschel und Stadtvorsitzende
Berninger die Aktion.
DIE LINKE. wird ihr Engagement nicht nur
auf den Rabenhold beschränken, sondern sich zunächst
um die Todesmarschstele am Südbahnhof kümmern.
Stadtvorstand und Stadtratsfraktion rufen gemeinsam dazu auf,
am Samstag mitzumachen. Wer sich direkt bei den Aktionen der LINKEN
beteiligen möchte, ist herzlich um 09.30 Uhr zum Treffpunkt
in der Zimmerstraße 6 eingeladen (und gebeten, Arbeitsmaterialien
wie Rechen, Handschuhe, Eimer etc. mitzubringen). Für eine
kleine Stärkung im Anschluss an den Einsatz sorgt der Stadtratsfraktionsvorsitzende
Frank Kuschel.
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| Tischler-Innung Ilm-Kreis
für Deutschen Preis für Denkmalschutz 2012 vorgeschlagen
Als Mitglied des Deutschen Nationalkomitees für
den Denkmalschutz hat Bundestagsabgeordnete Dr. Lukrezia Jochimsen
(DIE LINKE.) am 31. März auf Initiative der Stadtvorsitzenden
der Arnstädter LINKEN und ihres Stadtratsfraktionsvorsitzenden
Frank Kuschel die Tischler-Innung des Ilm-Kreises "wegen
ihres jahrelangen Engagements zur Erhaltung des Arnstädter
Fischtores als Teil des baukulturellen Erbes der Kreisstadt des
Ilm-Kreises, Arnstadt" für den Deutschen Preis für
Denkmalschutz 2012 vorgeschlagen.
"Als Luc Jochimsen die Mitglieder der
Landtagsfraktion zum Einreichen von Vorschlägen aufforderte,
war für uns schnell klar, dass wir die Tischler-Innung vorschlagen
werden und wir sind sehr froh, dass Luc den Vorschlag eingereicht
hat.", so Sabine Berninger. "Durch die Initiative der
Innung seit 2002 und viele Arbeitseinsätze der Innungsbetriebe
(zur Restaurierung der Räume, darunter einer historischen
Schiffskehlendecke, die vermutlich aus dem abgetragenen Schloss
Neideck stammt, und Pflege des Grundstückes) seit mittlerweile
10 Jahren konnte das stark gefährdete Gebäude gerettet
werden und kann weiter aus der Geschichte erzählen."
"Den Mitgliedern der Tischler-Innung
ist es durch ihren weit über sonstiges Bürgerengagement
hinausgehenden und langfristigen Einsatz nicht nur gelungen, das
stadtgeschichtlich bedeutsame Gebäude zu erhalten (das sonst
wegen der haushalterischen Zwänge der Kommune weiterhin dem
Verfall preisgegeben gewesen wäre), sondern es auch für
die Menschen zugänglich und nutzbar zu machen.
Die Innung hat damit unseres Erachtens über ihren eigentlichen
Zweck als Dachverband der Tischlerbetriebe im Ilm-Kreis hinaus
eine Initiative ergriffen, die nicht zu ihren eigentlichen'
Aufgaben gehört und die einzelnen Betriebe zu gemeinnützigem
Engagement motiviert. Bundesweite Bedeutung hat dieses Engagement
aus unserer Sicht dadurch, dass sich handwerkliche mittelständische
Betriebe unter dem Dach der Innung weit über marktwirtschaftliche
Beweggründe hinaus (bzw. unabhängig davon) denkmalgeschichtlich
und gemeinwohlorientiert engagieren.
Darüber hinaus wurde im Projekt Fischtor den Auszubildenden
der Innungsbetriebe im bundesweit bis dato einmaligen Projekt
Kleine Wanderschaft' ermöglicht, das über den
Ausbildungsberuf zu erlernende Wissen und Können durch die
Arbeit an einem besonderen Projekt zu ergänzen.", begründet
Frank Kuschel den Vorschlag, den er als "kleines Dankeschön"
für das Engagement in Arnstadt bezeichnet.
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Frank Kuschel: Stadt.Rundgang "barrierefrei"
"Nicht nur für Menschen mit Behinderungen,
auch für ältere Leute oder Eltern und Großeltern
mit kleinen Kindern gibt es im Stadtzentrum Hürden, die man,
ist man "gut zu Fuß", meist gar nicht bemerkt.
Einige dieser Hürden haben wir beim Stadt.Rundgang barrierefrei'
am vergangenen Donnerstag entdeckt. Darunter auch Dinge, die die
Stadt selbst mit wenig Aufwand beheben kann.", so Frank Kuschel,
Bürgermeisterkandidat der Arnstädter LINKEN.
Stadtvorsitzende Sabine Berninger hat für
DIE LINKE. im Ergebnis des Rundganges einen Erfahrungsbericht
erstellt, der zum download bereitsteht und auch per E-Mail (wkb-berninger@t-online.de)
angefordert werden kann.
"Außerdem werden wir den Bericht
am Donnerstag dem Stadtratsbüro bzw. der Behindertenbeauftragten
der Stadt Arnstadt übergeben. Denn Ziel des Stadt.Rundganges
war und ist es natürlich, aus den gewonnenen Erkenntnissen
auch konkrete kommunalpolitische Initiativen für Arnstadt
zu entwickeln."
Einbezogen werden sollten dabei nach Ansicht
der LINKEN u.a. der Blinden- und Sehbehindertenverband, Selbstbestimmt
leben e.V., der Seniorenverband BRH - Ortsverband Arnstadt e.V.,
Lebenshilfe e.V., das Mobilitäts - Zentrum Arnstadt im Verband
der Behinderten e.V. und der SeniorInnenbeirat der Stadt. "Dafür
bieten wir Frau Kowar selbstverständlich gern unsere Zusammenarbeit
an."
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Aktion
zur verweigerten Ausstellung
Am 8. Dezember 2012
bekräftigte der Arnstädter Stadtrat seinen bereits 20 Monate
alten Beschluss (vom April 2010), die Wanderausstellung „Opfer
rechter Gewalt“ im Rathaus der Stadt Arnstadt zu zeigen. „Dank“
der Verweigerungshaltung des amtierenden Bürgermeisters Köllmer
ist die Ausstellung leider inzwischen ausgebucht bis zum Ende
des Jahres.
DIE LINKE. hat sich mit diesem Umstand nicht abgefunden
und will mit der heutigen Aktion erneut gegen diese unsägliche
Verweigerungshaltung des Bürgermeisters protestieren. „Um der
Opfer zu gedenken und das Ausmaß rechtsextremer und rassistischer
Einstellungen und Gewalttaten aufzuzeigen, präsentieren wir zumindest
die Namen der Todesopfer und die Umstände ihres Todes.“
Entnommen sind die Texte einer Reportage und der
Chronik der Amadeu Antonio Stiftung (https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990).
„Die Ausstellung selbst – mit den Portraits
und, teilweise, den Fotos der Opfer – kann dies natürlich nicht
ersetzen. Unsere Aktion ist nur ein kleiner Ersatz (man könnte
sie als einen Akt der Zivilcourage für die Umsetzung der Stadtratsbeschlüsse
bezeichnen) und wir werden natürlich weiterhin dran bleiben,
damit die Ausstellung möglichst bald im Arnstädter Rathaus gezeigt
werden kann.“, so Sabine Berninger, Stadtvorsitzende der LINKEN.
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| Bürgerinnen und Bürger
haben Anspruch auf umfassende Informationen
DIE LINKE aus den Ortsverbänden Arnstadt,
Ichtershausen und Wachsenburggemeinde begrüßt es ausdrücklich,
dass die Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit
geplanten Gemeindefusionen im nördlichen Ilm-Kreis befragt
werden sollen. Dieses Instrument der direkten Bürgerbeteiligung
ist ein hohes Gut. Umso bedeutsamer ist es daher, dass bei der
geplanten Bürgerbefragung die Bürgerinnen und Bürger
umfassend informiert werden. Es erscheint problematisch, wenn
bei der Befragung nur eine Antwortoption Ja oder Nein
ermöglicht werden soll. Vielmehr ist anzuraten, dass den
Bürgerinnen und Bürger mehrere Varianten derGemeindeneugliederung
zur Befragung vorgelegt werden.
Für die künftigenkommunalen Verwaltungsstrukturen
im nördlichen Ilm-Kreis gibt es verschiedene Modelle. Die
kommunalen Akteure aus den beteiligten Städten und Gemeinden
sind aufgefordert, den Bürgerinnen und Bürgern zu den
einzelnen Modellen die Vor- und eventuelle Nachteile sachlich
offen zu legen. DIE LINKE wird hierzu im Stadtrat Arnstadt und
den Gemeinderäten Ichtershausen und Wachsenburggemeinde entsprechende
Anträge stellen.
Ziel möglicher Gemeindeneuordnungen muss
eine Stärkung der gesamten Region und Erschließung
neuer Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung sein.
Zudem geht es um die Stärkung der Leistungsfähigkeit
der Kommunalverwaltung und eine noch stärkere Bürgerorientierung.
Die kulturelle Identität der Ortschaften gilt es zu erhalten.
Die gegenwärtigen Diskussionen werden dadurch
erschwert, dass die Landesregierung bisher noch kein Leitbild
für die künftige Gestaltung der Landes- und Kommunalbehörden
entwickelt und veröffentlicht hat. Dadurch besteht die Gefahr,
dass kommunale Entscheidungen, die auch die Unterstützung
durch eine Mehrheit der Bevölkerung haben, durch das Land
nicht bestätigt werden. Die weitere Beschädigung der
Demokratie wäre die Folge.
DIE LINKE im Stadtrat Arnstadt und in den Gemeinderäten
Ichtershausen und Wachsenburggemeinde wird sich im weiteren Diskussions-
und Entscheidungsprozess regelmäßig abstimmen und hierzu
weitere Treffen durchführen, informierten am 23.08.2011 Martina
Renner (Wachsenburggemeinde), Frank Kuschel (Arnstadt), Günter
Stecklum (Ichtershausen).
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Frank Kuschel neuer Vorsitzender der Fraktion
DIE LINKE. im Stadtrat Arnstadt.
Die Stadtratsfraktion der Arnstädter LINKEN geht
mit einem neuen Fraktionsvorsitzenden in die Sommerpause. Am Montag
– einen Monat nach seiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten
– wählten die StadträtInnen der Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat
Arnstadt Frank Kuschel auf Vorschlag des Stadtvorstandes einstimmig
zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden.
Frank Kuschel wird nun die Nachfolge für den im Juni ausgeschiedenen
Steffen Dittes im Hauptausschuss der Stadt antreten, aber weiterhin
Mitglied im Finanzausschuss der Stadt bleiben. Das sei ihm, gerade
in der jetzigen finanziellen Situation der Stadt, die erst seit
Juni einen beschlossenen Haushalt vorweisen kann, sehr wichtig,
so der frischgebackene Fraktionsvorsitzende während der Fraktionssitzung
am Montag. Die Arbeit für den Haushaltsplan 2012 beginne nicht
erst, wenn die Verwaltung irgendwann im Herbst einen Entwurf vorlege:
„An der LINKEN wird es, genau wie 2011, auch im nächsten Jahr
nicht liegen, wenn der nächste Haushaltplan möglicherweise wiederum
verspätet eingebracht und beschlossen werden sollte. Unser Ziel
ist es, den Haushalt innerhalb der durch die Thüringer Kommunalordnung
vorgesehenen gesetzlichen Frist zu verabschieden.“
Die Stadtratsfraktion verabredete außerdem in ihrer letzten Sitzung
vor der Sommerpause weitere Themenschwerpunkte für das zweite
Halbjahr 2011. Darunter die Arbeit an einem Energiekonzept für
Arnstadt, das innerstädtische Verkehrskonzept und eine Änderung
der Hauptsatzung der Stadt mit dem Ziel, den Ortschaftsräten
in den Stadtteilen mehr Entscheidungskompetenzen einzuräumen.
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| DIE LINKE. nominiert Frank Kuschel
zum Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Arnstadt
Für die im Sommer 2012 stattfindende Wahl zum
Bürgermeister der Stadt Arnstadt nominierte der Stadtverband
der Partei DIE LINKE am 18. Juni 2011 Frank
Kuschel. Frank Kuschel ist seit 2004 Abgeordneter im Thüringer
Landtag und vertritt ebenfalls seit 2004 DIE LINKE mit im Stadtrat.
Er gilt als ausgewiesener Kommunalexperte und hat sich vor allem
einen Namen mit der politischen und fachlichen Unterstützung
von Bürgerinitiativen gegen sozial ungerechte Kommunalabgaben
gemacht.
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| Kuschel bereit für Kampf um
Arnstädter Bürgermeisteramt
Am Ende stand ein respektables Ergebnis. Nur vier
der 30 anwesenden Mitglieder des Arnstädter Ortsvereins der Linke
votierten in der geheimen Abstimmung mit Nein. Frank Kuschel kann
in den Wahlkampf um das Rote Rathaus in Arnstadt im kommenden
Jahr in der Gewissheit ziehen, dass eine breite Mehrheit der Parteibasis
hinter ihm steht.
Arnstadt. Die Probleme, die er dabei dennoch haben wird, thematisierte
Kuschel selbst in seiner Kandidatenvorstellung. Er ist, das hat
er selbst schon frühzeitig freiwillig offen gelegt, zu DDR-Zeiten
für die Stasi tätig gewesen. Seine Akte samt Verpflichtungserklärung
ist praktisch öffentlich, man kann sie in der Landtagsfraktion
in Erfurt einsehen. Was darin steht, biete keinen Anhaltspunkt,
Kuschels jetzige Kandidatur für das Bürgermeisteramt nicht zu
unterstützen, versicherte Steffen Dittes, der scheidende Fraktionschef
im Stadtrat. Und Kuschel sieht nach eigener Aussage in seiner
Kandidatur auch die Chance, "über solche Verstrickungen
neu zu diskutieren".
Die Mehrheit teilte offenbar diese Meinung. Nur einer der älteren
Genossen gab zu bedenken, dass Kuschel eben wegen dieser Tatsache
bei der großen Masse nicht wählbar sein könnte: "Vielleicht
finden wir ja doch noch einen anderen Kandidaten." Doch dieser
Gedanke wurde nicht weiter verfolgt. Ebenso wie die Möglichkeit,
einen Bewerber vielleicht gar nicht in den eigenen Reihen zu suchen,
sondern sich mit anderen gesellschaftlichen Kräften auf einen
über Parteigrenzen hinaus konsensfähigen Kandidaten zu einigen.
Gespräche dazu habe es zum Beispiel mit der SPD durchaus gegeben,
sagen Parteimitglieder hinter vorgehaltener Hand. Aber nur von
Leuten, die in beiden Parteien nichts zu sagen haben.
So lief es schon frühzeitig auf eine Kandidatur von Frank Kuschel
hinaus. So wie schon bei der vergangenen Wahl, als der Stadtvorstand
ebenfalls ihn vorgeschlagen hatte aber damals von der Basis überstimmt
wurde, die dann Gerhard Pein zum Kandidaten kürte. Diesmal gab
es keinen, der gegen Kuschel antreten wollte, den "Kampf-Piranha",
wie ihn sein ehemaliger Konkurrent Gerhard Pein am Samstag nannte.
Das war durchaus positiv gemeint. Denn unbestritten ist, dass
kaum jemand auch außerhalb der Linken über so viel kommunalen
Sachverstand und Angriffslust verfügt wie dieser Landtagsabgeordnete.
Und Kuschel kann gerade auf dem Feld der ungeliebten Kommunalabgaben
nicht nur auf zahlreiche Kämpfe, sondern auch Erfolge verweisen.
Er ist ein rastloser Arbeiter, der sich im Gegensatz zu manch
anderem Kollegen im Landtag seine Diäten tatsächlich verdient.
Das aber ist ein weiteres Problem des Bürgermeisterkandidaten
Kuschel: Er tanzt auf zu vielen Hochzeiten. Zumindest seine Wahlkreisarbeit
in Bad Salzungen will er nun ab Juli zurück schrauben, zu Gunsten
des Engagements in Arnstadt.
Das hat aber bisher auch so gereicht, um Ausschuss- oder Stadtratssitzungen
mit Anträgen und Reden zu dominieren. So verließ Kuschel in
der vergangenen Woche vorzeitig eine Landtagssitzung, nur um im
Arnstädter Finanzausschuss die Änderungsanträge seiner Fraktion
zum Haushalt vorzustellen und zu begründen. Sie stammen überwiegend
von ihm selbst. Und es sind bisher auch die einzigen, die überhaupt
zum Haushalt eingegangen sind.
Allerdings hat sich der fleißige Arbeiter und brillante Analytiker
noch nie als Taktiker und Moderator hervor getan. Im Gegenteil:
Selbst in der eigenen Partei ist er wegen seines Hangs, die Konfrontation
zu suchen, nicht unumstritten.
Frank Kuschel ist ein angriffslustiger Politiker, der selbst reichlich
Angriffsflächen bietet. Manchmal reicht das, um Bürgermeister
zu werden.
Thüringer Allgemeine vom 20.06.2011
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| Informationsschreiben
zum Thema Abwassergebühren nicht von der Bürgerallianz
„Das am vergangenen Wochenende mit einem Teil
der kostenlosen Anzeigenblätter in den Briefkästen der Arnstädter
Bevölkerung zugestellte ‚Informationsschreiben’ einer Erfurter
Anwaltskanzlei bzgl. sorgte bereits am Montag für zahlreiche
Anrufe besorgter BürgerInnen in meinem Wahlkreisbüro. Meines
Wissens hat die Bürgerallianz Thüringen e.V., die sich seit
Jahren gegen überhöhte Kommunalabgaben engagiert, mit diesem
Schreiben nichts zu tun. Meines Erachtens versucht hier eine Rechtsanwaltskanzlei,
unter dem Deckmantel des Engagements für sozial gerechte Kommunalabgaben
MandantInnen zu gewinnen.“, kritisiert Sabine Berninger das
Vorgehen der Kanzlei.
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| Eines Bürgermeisters unwürdig
"DIE LINKE ist nun nicht verdächtig,
die Finanzpolitik der CDU und SPD Regierung Thüringens zu
verteidigen. Eine berechtigte Kritik an der Finanzausstattung
der Kommunen kann durchaus auch einmal spektakulär und populistisch
öffentlich präsentiert werden, aber die Steckbriefaktion
kann nur Kopfschütteln hervorrufen und ist eines Bürgermeisters
unwürdig. Zumal, wenn mit Begriffen wie Öffentliche
Bekanntmachung' oder der Verwendung des Stadtwappens der Eindruck
entsteht, es handele sich um einen hoheitlichen Akt.", kommentiert
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE, Steffen Dittes, die Plakatierungsaktion
des Arnstädter Bürgermeisters.
DIE LINKE fordert den Bürgermeister angesichts
der Haushaltssituation in Arnstadt auf, dem Stadtrat nun endlich
seinen Entwurf für den Haushaltsplan für das kommende
Jahr vorzulegen, damit in Arnstadt unter Beteiligung des Stadtrates
über die zu erwarteten und geplanten Einnahmen und Ausgaben
diskutiert werden kann.
"Die CDU/SPD-Koalition hat am Donnerstag
den Haushalt und den Finanzausgleich im Landtag beschlossen. Die
Zahlen der Steuerschätzung liegen auf dem Tisch, es gibt
keinen Grund, dem Stadtrat den Blick in die Bücher noch länger
zu verwehren. Die Zahlen der Verwaltung müssen auf den Tisch
und Verwaltung und Stadtrat an die Arbeit. Danach kann der Bürgermeister
auch wieder Plakate kleben, nur sollte er sich dann besser beraten
lassen, ob es nicht auch zu Recht Grenzen in der politischen Auseinandersetzung
gibt", so Dittes.
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| Innenstadt ohne LKW-Verkehr –
Arnstädter Bürgermeister zuständig
Nach Aussagen der Landesregierung kann LKW-Verkehr
aus der Innenstadt verbannt werden, wenn dies aus Sicherheits-
und Ordnungsgründen oder zur Verhütung außerordentlicher Straßenschäden
und zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen notwendig
erscheint.
„Wer den Blick auf den alltäglichen LKW-Verkehr in Arnstadt
richtet, wird unschwer erkennen, dass diese Voraussetzungen unbestritten
vorliegen. Der Arnstädter Bürgermeister ist aufgefordert, die
Möglichkeiten zur Begrenzung des LKW-Durchgangsverkehrs im Innenstadtbereich
auszuschöpfen“, fordern die Stadträte der LINKEN, Sabine Berninger
und Frank Kuschel, die in ihrer Funktion als Landtagsabgeordnete
die Landesregierung zur Zuständigkeit für derartige verkehrsorganisatorische
Maßnahmen befragt haben.
Der Arnstädter Bürgermeister hatte bisher stets die eigene Zuständigkeit
verneint und auf das Land verwiesen. Jetzt hat die Landesregierung
klargestellt, dass die Hauptverantwortung in der Sache beim Bürgermeister
liegt.
Die Stadt Arnstadt müsse demnach prüfen, inwieweit die Innenstadt
für den LKW-Durchgangsverkehr gesperrt werden kann. Hintergrund
des Streits ist die Forderung der LINKEN, den LKW-Durchgangsverkehr
aus nördlicher Richtung in der Ichtershäuserstraße über die
Zufahrt „Arnstadt Nord“ der A 71 und aus Richtung Süden über
die Stadtilmer Straße und die Anschlussstelle „Arnstadt Süd“
der A 71 um die Innenstadt herum zu leiten.
„Jetzt muss der Bürgermeister seine Blockadehaltung aufgeben
und mit den anderen zuständigen Straßenbaubehörden, dem Landratsamt,
dem Thüringer Landesverwaltungsamt und dem Thüringer Straßenbauamt
die offenen Fragen klären“, ist Frank Kuschel überzeugt.
Eine solche offene Frage ist, ob auf Grund der
Länge der Umleitungsstrecke und der Mautpflicht die Innenstadtumleitung
über die A 71 erfolgversprechend ist, die Landesregierung bezweifelt
dies. „Diese Zweifel dürfen aber keinesfalls eine Prüfung
der Möglichkeiten für die Sperrung der Arnstädter Innenstadt
für den LKW-Verkehrs von vornherein ausschließen“, so Sabine
Berninger.
Auch für die Aufstellung von Vorwegweisern mit
Umleitungsempfehlungen ist die Stadt Arnstadt selbst zuständig,
wobei auch hier mit dem Landkreis und Landesbehörden Absprachen
zu treffen sind.
Die beiden Linkspolitiker kündigten an, dass Thema auf die Tagesordnung
der nächsten Stadtratssitzung setzen zu wollen. „Eine Arnstädter
Innenstadt ohne LKW-Durchgangsverkehr würde die Attraktivität
und Wohnqualität verbessern und somit im Interesse des gesamten
Stadtrates liegen“, so Frank Kuschel abschließend.
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Mit Verhinderungstaktik verhöhnt Köllmer
die Opfer
te Torpedierung eines Stadtratsbeschlusses durch
den Arnstädter Bürgermeister.
Im April 2010 hatte der Arnstädter Stadtrat mehrheitlich folgendes
beschlossen: "Der Stadtrat spricht sich dafür aus, die Wanderausstellung
„Opfer rechter Gewalt“ im Rathaus der Stadt Arnstadt zu zeigen.
Der Bürgermeister wird aufgefordert, die erforderlichen Vorbereitungen
für die Präsentation der Ausstellung zu treffen."
Köllmer verkündete nun (Bericht in der TA vom 18.08.2010), er
werde die Ausstellung nur parallel mit einer zu "linker Gewalt"
zeigen. "Dies ist ein erneuter Beleg dafür, wie Köllmer
demokratisch gefasste Beschlüsse nach Gutdünken ad acta legt
und dabei gleichzeitig noch sein rechtskonservatives Image pflegt.",
so LINKE-Stadtvorsitzende Sabine Berninger. Der Bürgermeister
trage damit weiter zur Beschädigung des Ansehens der Stadt bei
und befördere antidemokratische Einstellungen.
Die vom Stadtrat beschlossene Ausstellung besteht aus 151 Tafeln
und porträtiert 136 Menschen, die seit der Vereinigung Deutschlands
bis Ende 2005 durch rechts motivierte Gewalttaten zu Tode kamen.
Sie positioniert sich gegen die Verdrängung und Relativierung
rechter Gewalt. Ihr zentrales Anliegen ist die Anerkennung der
Opfer und die Erinnerung an sie. „Köllmer macht nun das genaue
Gegenteil! Zu suggerieren, man müsse ein „Gegengewicht“ präsentieren,
verhöhnt die Opfer und verharmlost die Gefahren für Leib und
Leben der Menschen, die nicht in das Weltbild der extremen Rechten
passen oder sich ihrer Ideologie widersetzen. Köllmer stellt
sich damit erneut in die Nähe von Rassisten, Antidemokraten,
Rechtsextremisten.“
Berninger kündigte an, den InitiatorInnen (der Künstlerin Rebecca
Forner und dem Verein Opferperspektive e.V.) der Ausstellung von
dieser Verhinderungstaktik des Arnstädter Bürgermeisters zu
berichten.
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